Quasi Skateboards

Die Geschichte von Quasi Skateboards ist ganz schön verwunden. Deshalb fangen wir am besten am Anfang an: Könnt Ihr euch daran erinnern, als Alien Workshop einer der heißesten Brands überhaupt war? Mit Videos wie „Photosynthesis“ und „Mindfields“ hat sich die Company in die Skateboarding-Geschichtsbücher geschrieben. Als Alien Workshop 2014 seine Auflösung bekanntgab, war der Schock groß. Jeder dachte sich: „Was zum Teufel?!“ Und zu Recht: Alien hatte ein super Team, tolle Grafiken und eine treu ergebene Anhängerschaft. Wie sich herausstellte, war das Ganze nur ein Winterschlaf – aber mit seiner Abwesenheit hat Alien seinen Kultstatus etwas einbüßen müssen. EEin Jahr nach der Auflösung, im Jahr 2015, nahm der ehemalige Teammanager von Alien, Chad Bowers, die Sache selbst in die Hand: Er gründete das Mother Collective. In dem er ehemalige Teamfahrer von Alien – wie etwa Jake Johnson, Tyler Bledsoe oder Gilbert Crockett – für sich gewann, schaffte es Bowers, dem harten Alien-Kern ein neues zu Hause zu geben.

Innerhalb weniger Woche ging Mother durch die Decke. Der Erfolg war allerdings nur von kurzer Dauer: Eine unbekannte Company mit den Namensrechten an „Mother Collective“ machte von ebendiesen Gebraucht und untersagte es Bowers, weiter mit dem Namen zu handeln. Bowers kämpfte lang und hart, musste sich aber schlussendlich geschlagen geben. Mit Rechnungen und Teamrider-Schecks im Nacken war er gezwungen, einen neuen Namen zu finden, der seine Firme retten konnte. Irgendwann fiel ihm der Name „Quasi“ ein. In einem Jenkem-Interview gab Bowers zu, dass ihm der Klang des Wortes und seine Unbestimmtheit gut gefiel. Quasi, meinte er, könne sein, was auch immer es sein will. Es würde sich „über die Zeit immer neu definieren“. Kurzum: Die Company könne in jede Richtung gehen, in die sie gehen wollte. Wenn man sich das Portfolio von Quasi so anschaut, sieht man die daraus resultierende anarchische Kraft. Die Skateboard-Graphics sind wilde Collagen aus Mustern, Fotos, Schriftsätzen und Farben und erinnern eher an moderne Kunst als an typische Skateboarding-Designs. Ähnlich die Klamotten: Diese ändern sich grundlegend von Saison zu Saison und  kommen immer überraschend daher.

Quasi, so wie es der Duden definiert, bedeutet „sozusagen“ oder „gewissermaßen“. Quasi Skateboards macht Skateboards, also ist es eine waschechte Skateboardfirma. Allerdings ist der Ansatz gewissermaßen künstlerisch – dank seiner unruhigen, anarchischen Kraft. Quasi ist also quasi Kunst. Aber es heißt ja Quasi Skateboards, also sind wir quasi verwirrt. Wie dem auch sei: Du kannst Quasi sowohl online als auch bei uns im Laden kaufen.